Wir behalten von unseren Studien am Ende doch nur das, was wir praktisch anwenden.

Johann Wolf­gang von Goethe (1749 — 1832)

Die Grundidee

Pro­jek­tar­beit hat zum Ziel, Leben, Ler­nen und Arbeit­en so zu verknüpfen, dass ein wichtiges und den Inter­essen der Beteiligten ent­ge­genk­om­mendes Prob­lem gemein­sam bear­beit­et (Prozess) und zu einem Ergeb­nis (Pro­dukt) geführt wird.

Unser Ziel ist es, dass die Schü­lerin­nen und Schüler…

… an der Organ­i­sa­tion, Pla­nung und Durch­führung des Unter­richts beteiligt wer­den (Par­tizipa­tion­sprinzip).

… angeleit­et wer­den dem unre­flek­tierten und rezep­tiv­en Kon­sum von Infor­ma­tio­nen zu ent­ge­hen, indem sie ler­nen Infor­ma­tio­nen zunehmend eigen­ständig zu beschaf­fen und zu ver­ar­beit­en sowie ihren Lern­prozess selb­st­ständig zu pla­nen, zu gestal­ten und zu steuern.

… ler­nen, die Erfolge und Prob­leme ihrer Lern­wege zu reflek­tieren.

Im 5./6. Jahrgang sollen die aus dem Fachunter­richt erwach­senden Pro­jek­te eines Hal­b­jahres zunächst mit mod­u­lar­isierten Lehrgän­gen zum method­is­chen Arbeit­en (Bsp. Recherche, Design, Präsen­ta­tion­stech­niken u.a.) ver­bun­den wer­den, um den Lern­ern das Handw­erk­szeug zur Ver­wirk­lichung des oben genan­nten zur Ver­fü­gung zu stellen.

Im 7./8. Jahrgang soll eine zunehmende Steigerung des selb­st­ständi­gen Arbeit­ens hin­sichtlich der „antwort­suchen­den Frage“, unter Ein­beziehung der Möglichkeit, Fach­in­halte in Lern­büros eigen­ständig zu erar­beit­en, ermöglicht wer­den.

Der zeitliche Rahmen

Die Pro­jek­tar­beit find­et vier Stun­den wöchentlich statt. Diese Stun­den speisen sich aus dem Stun­den­vol­u­men der Unter­richts­fäch­er, denn diese geben „ihre Zeit“ ab, um den Lern­ern die Möglichkeit zu ver­schaf­fen in Pro­jek­ten „anders“ zu ler­nen.

Die Projektfächer

Klasse 5Klasse 6Klasse 7Klasse 8Klasse 9Klasse 10
Kun­stKun­stKun­stKun­stKun­stKun­st
MusikMusikMusikMusikMusikMusik
Religion/
Philoso­phie
Religion/
Philoso­phie
Religion/
Philoso­phie
Religion/
Philoso­phie
Religion/ Philoso­phieReligion/ Philoso­phie
Gesellschaft­slehreGesellschaft­slehreGesellschaft­slehreGesellschaft­slehreGesellschaft­slehreGesellschaft­slehre
Natur­wis­senschaftenNatur­wis­senschaftenBiolo­gieBiolo­gie
ChemieChemie
PhysikPhysik
Wahlpflicht­fachWahlpflicht­fach
Arbeit­slehreArbeit­slehreArbeit­slehre
SportSport

Die Bewertung/Beurteilung

Das Pro­jek­tergeb­nis wird von den am Pro­jekt beteiligten Lehrkräften beurteilt und benotet. Die Gesamt­be­w­er­tung des einzel­nen Grup­pen­mit­glieds und das The­ma der Pro­jek­tar­beit wer­den im Zeug­nis oder in einem Beiblatt aus­gewiesen. Bew­er­tungs­grund­la­gen der Pro­jek­tar­beit sind:

  • die Pla­nung (Prob­lem erkan­nt, analysiert, struk­turi­ert, dargestellt, beurteilt),
  • die Durch­führung (Lösungsstrate­gien entwick­elt, method­is­ches Vorge­hen, Real­isierung),
  • die Doku­men­ta­tion (Lösungswege doku­men­tiert, Lit­er­atur­recherche, sprach­liche Fähigkeit),
  • und die Präsen­ta­tion (Team-, Kri­tik- und Kom­mu­nika­tions­fähigkeit, Fach-, Lern-, Sozial- und Meth­o­d­enkom­pe­tenz).

Die Präsentation

Ziel der Präsen­ta­tion ist es, Außen­ste­hen­den ein Arbeit­sergeb­nis in seinen wesentlichen Punk­ten angemessen, nachvol­lziehbar und auf ästhetisch angemessene Weise zu ver­mit­teln. Bei der Schlusspräsen­ta­tion sind alle Aspek­te der Pro­jek­tar­beit zu berück­sichti­gen, u. a. tech­nis­che, ökonomis­che, organ­isatorische, ökol­o­gis­che, psy­chol­o­gis­che, psy­chosoziale und ästhetis­che.
Ein­mal im Jahr find­et der Pro­jek­t­präsen­ta­tion­stag statt, der dazu dient die Ergeb­nisse ein­er bre­it­en Öffentlichkeit zugänglich zu machen.