Theater an der Carolinenschule

Die Schü­lerin­nen und Schüler der Car­o­li­nen­schule bracht­en ihr erstes Stück „Hil­fe, die Herd­manns kom­men“, am 18. Dezem­ber 2012, auf die Bühne. Der Lohn: ein unter­haltenes Pub­likum, strahlende und zufriedene Kinder, stolze Eltern – und die Geburt der The­ater AG.

Seit­dem begeis­terten die Schü­lerin­nen und Schüler aller Jahrgangsstufen am let­zten Mittwoch vor den Win­ter- und den Som­mer­fe­rien mit fol­gen­den Insze­nierun­gen:

  • Die Akte Gal­lager – Erstick­tes Matt auf Schloss Black­stone (Som­mer 2013)
  • Die Her­rin der Diebe (Win­ter 2013)
  • Ein Som­mer­nacht­straum (Som­mer 2014)
  • Momo (Som­mer 2015)
  • Der Glöck­n­er von Notre Dame (Som­mer 2016)

Grund­sät­zlich kann jed­er, der Spaß am Spie­len hat und sich auf der Bühne aus­pro­bieren möchte, teil­nehmen. Die Teil­nehmerzahl ist aber natür­lich abhängig vom jew­eili­gen Stück.

Im Schul­jahr 2016/2017 arbeit­en die Schü­lerin­nen und Schüler an ein­er Insze­nierung rund um den Erben von König Arthus.

Hilfe, die Herdmanns kommen…

… und sie wollen Wei­h­nacht­en feiern!

Die Herd­mann-Kinder waren die schlimm­sten Kinder aller Zeit­en. Sie logen und klaut­en, raucht­en Zigar­ren (sog­ar die Mäd­chen) und erzählten schmutzige Witze. Sie schlu­gen kleine Kinder, flucht­en auf ihre Lehrer, miss­braucht­en den Namen des Her­rn und set­zten den alten, ver­fal­l­enen Geräteschup­pen von Fred Schu­mach­er in Brand.“

Mit diesen Worten begin­nt der bekan­nte Roman von Bar­bara Robin­son, in dem die bib­lis­che Wei­h­nacht­serzäh­lung zu ein­er Geschichte avanciert, die Sol­i­dar­ität, Fre­und­schaft und Tol­er­anz in den Mit­telpunkt rückt. Seit über 40 Jahren genießt der Roman Kult­sta­tus und fand nun auch seinen Weg in die Car­o­li­nen­schule.

Das Pub­likum wurde von einem scharf­sin­ni­gen Erzäh­ler durch die tur­bu­lente und über­raschende Hand­lung begleit­et: In der von den Herd­manns ter­ror­isierten Stadt war die Kirche bis dato ein Ort, an dem man vor Ihnen sich­er war, doch das sollte sich in diesem Win­ter ändern. Die kleinen Mon­ster beschließen am Krip­pen­spiel teilzunehmen und sich­ern sich alle Haup­trollen. Daraufhin muss die Feuer­wehr anrück­en, den braven Kindern schlot­tern vor Angst die Knie und die Proben müssen immer wieder abge­brochen wer­den. Aber dann geschieht ein Wun­der…

Rotzfrech, ver­lot­tert, dreck­ig, laut, respek­t­los und unzähm­bar – die Rollen der Herd­manns waren heißbegehrt. Aber auch die sittsamen und braven sowie die arro­gan­ten und zick­i­gen Neben­rollen fan­den begeis­terte und tal­en­tierte Darsteller.

Die Akte Gallagher — Ersticktes Matt auf Schloss Blackstone

Eine Autopanne mit Fol­gen – die vier Detek­tive Jus­tus, Peter, Bob­by und Katie haben eine Autopanne und lan­den auf dem mys­ter­iösen Schloss Black­stone. Schon als sie das Schloss zum ersten Mal sahen, wirk­te es unheim­lich und geheimnisvoll. Doch als schließlich sich von allein bewe­gende Schachfig­uren, ein gruseliger Diener und eine ver­rück­te Alte ins Spiel kom­men, ist eins klar: Dies ist ein „spezial gelagert­er Son­der­fall“! Ab auf Geis­ter­jagd!

Am 17. Juli 2013 war es schließlich soweit: Die Geis­ter­jagd auf Schloss Black­stone (Aula der Car­o­li­nen­schule) fand ihren Höhep­unkt und das Geheim­nis um Gräfin Gal­lagher und den Erb­folgestre­it zwis­chen ihren Söh­nen wurde dank exzel­len­ter Ermit­tlungsar­beit gelüftet.

Die größte Hürde für die AGler stell­ten ein ein­stürzen­der Tun­nel sowie ein liegen geblieben­er Sport­wa­gen dar – schwierig umzuset­zende Szenen… Die Ret­tung lieferte die Tech­nik-AG, die diese Szenen kurz­er­hand ver­tonte. So kon­nte dem ursprünglichen Hör­spielcharak­ter des Stück­es während der Auf­führung durch Ein­spiel­er vom Band Trib­ut gezollt wer­den, ein Effekt, der noch durch die Gar­goyle –Darstel­lerIn­nen (Lar­isa A., Lil­jana I., Flo­ri­an P. und Theo R.), die erzäh­lend durch das Stück führten, ver­stärkt wurde.

Doch all diese Effek­te kon­nten lediglich die Leis­tung der Darstel­lerIn­nen beto­nen – so erfreuten sich die zahlre­ich erschiene­nen Zuschauer an ein­er irren Gräfin (Josi­na K.), dem gut gespiel­ten Akzent der Dien­st­mäd­chen (Maren S. &. Sarah H.), einem Grafen mit Stim­mungss­chwankun­gen (Lasse B.), dem grun­zen­den Qua­si­mo­do Moe, der sich als verdeck­ter Ermit­tler ent­pup­pte (Richard S.) und den iro­nis­chen Dialo­gen der vier Ermit­tler (Paul N., Christo­pher H., Lynn R. und Muriel K.), nicht zu vergessen an dem weg­weisenden Pas­san­ten (Max P.), dem “Schachgeist” Vir­ginia (Nina M.) und dem ret­ten­den Onkel Titus (Johannes W.).

Nichts­destotrotz wür­den sie alle ohne die “Erleuch­tung” durch Jakob V., Lukas D., Baran K. und Fabio K. im Dunkeln tap­pen.

S. Wie­ja

Die Herrin der Diebe

Schlimm genug, dass die Geschwis­ter Pros­per und Bo ihre Mut­ter ver­loren haben – jet­zt will ihre hochnäsige Tante Esther nur Bo bei sich aufnehmen! Die bei­den Jungs wollen jedoch auf keinen Fall getren­nt wer­den und so fliehen sie nach Venedig, wo sie auf die geheimnisvolle und aben­teuer­lustige Scip­ia tre­f­fen, die sie bei sich und ihrer Diebes­bande aufn­immt.

Doch ihr neues Heim und seine Bewohn­er schweben in großer Gefahr, als Scip­ia den geheimnisvollen und lukra­tiv­en Auf­trag, einen Holzflügel zu stehlen, annimmt, Tante Esther einen Pri­vat­de­tek­tiv auf die Jun­gen anset­zt und die Magie Einzug in ihrem Leben hält.

Die Her­rin der Diebe“ basiert auf dem welt­bekan­nten Kinder­buch „Der Herr der Diebe“ von Cor­nelia Funke und behan­delt grundle­gende The­men und Her­aus­forderun­gen des Erwach­sen­wer­dens: Fre­und­schaft, Respekt, Wahrheit, Lüge, Schein und Sein.

S. Wie­ja

Ein Sommernachtstraum

1. Erzäh­ler
“Nun rückt die Hochzeitsstunde
Mit Eil her­an; vier fro­he Tage brin­gen
Den neuen Mond; doch, o wie langsam nimmt
Der alte ab! Er hält das Sehnen hin,
Gle­ich ein­er Witwe, deren dür­res Alter
Von ihres Stief­sohns Renten lange zehrt.”

2. Erzäh­ler
Was redest du?

1. Erzäh­ler
Das ist der Beginn des Som­mer­nacht­straums! Ein her­rlich­er Abend heute nicht wahr?

2. Erzäh­ler
Som­mer­nacht­straum? Ich bin wach.

1. Erzäh­ler
Du bist mal wieder schw­er von Begriff.

2. Erzäh­ler
Immer musst du an mir herum­meck­ern.

1. Erzäh­ler
Ich meckere nicht, ich stelle fest.

2. Erzäh­ler
Dann stell mal fest, dass du..

1. Erzäh­ler
Still, ich höre etwas!

Was die bei­den zu hören – und was das Pub­likum zu sehen bekom­men wird, kon­nten neugierige Kinder, Eltern und Inter­essierte am 02.07.2014 in der Car­o­li­nen­schule in Erfahrung brin­gen.

Momo

In den Ruinen ein­er Großs­tadt lebt die kleine Momo von dem was sie find­et oder was man ihr schenkt. Das Beson­dere an ihr? Sie ist eine aus­geze­ich­nete Zuhörerin.

Eines Tages müssen Momo und ihre Fre­unde fest­stellen, dass die Gesellschaft der Grauen Her­ren alle Men­schen dazu brin­gen möchte, Zeit zu sparen. Momo hört genau zu und find­et her­aus, dass die Men­schen jedoch um ihre Zeit bet­ro­gen wer­den: Während sie ver­suchen Zeit zu sparen, vergessen sie im Jet­zt zu leben! Gemein­sam mit ein­er außergewöhn­lichen Schild­kröte macht sich Momo auf, die „Grauen Her­ren“ zu besiegen. Wird sie es schaf­fen?

Momo“ basiert auf dem welt­bekan­nten Kinder­buch von Michael Ende.